Brüssel, 2. April 2025: Als Reaktion auf die Stellungnahme des britischen Scientific Advisory Committee on Nutrition (SACN) zur WHO-Leitlinie über zuckerfreie Süßstoffe bekräftigt die International Sweeteners Association (ISA) erneut die Rolle von kalorienarmen/-freien Süßstoffen (LNCS) bei der Bekämpfung der weltweiten Adipositas-Krise.
Bei der Überprüfung der WHO-Leitlinie zu LNCS wies das SACN auf Unterschiede zwischen den WHO-Methoden und den vom SACN verwendeten Methoden zur Bewertung der Stichhaltigkeit der wissenschaftlichen Erkenntnisse hin, die zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen führten. Während die WHO ihre Leitlinie zu Süßstoffen auf sehr minderwertige Beobachtungsdaten stützt, misst das SACN qualitativ hochwertigeren randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) mehr Gewicht bei, die das Potenzial für Verzerrungen und Störfaktoren minimieren. Das SACN räumte auch den Erkenntnissen aus prospektiven Kohortenstudien weniger Gewicht ein, da es bei Beobachtungsdaten zu Verwechslungen und umgekehrter Kausalität kommen kann.
Infolgedessen kommt das SACN zu dem Schluss, dass Belege aus kurz- und längerfristigen RCTs durchweg darauf hindeuten, dass kalorienarme/-freie Süßstoffe im Vergleich zu freiem Zucker die Energieaufnahme und damit das Körpergewicht reduzieren.
Während die SACN-Empfehlungen zu LNCS vorsorglich sind, empfiehlt das SACN älteren Kindern und Erwachsenen, Zucker gegen LNCS auszutauschen, um die Zuckeraufnahme aus Lebensmitteln und Getränken und damit die Energieaufnahme zumindest kurzfristig zu reduzieren.
Als Teil einer insgesamt gesunden Ernährung und Lebensweise können kalorienarme/-freie Süßstoffe dazu beitragen, die Ziele der öffentlichen Gesundheit in Bezug auf die Reduzierung der Zuckeraufnahme zu fördern und letztlich das Gewichts– und Diabetesmanagement sowie die Zahngesundheit zu unterstützen.
Die ISA unterstützt die Forderung des SACN nach kontinuierlichen Investitionen in hochwertige, langfristige Forschung, um die tatsächliche Rolle von kalorienarmen/-freien Süßstoffen bei der Erreichung der Ziele der öffentlichen Gesundheit besser zu verstehen.
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